FISRSC Weltradsportwoche Deutschlandsberg 11.-18.08.2012

Georg, Bernhard, Otto, Alex und Geri haben heuer an der Radsportwoche teilgenommen. 
Geri ist so nett und schreibt uns nachfolgenden Bericht über das Straßenrennen Groß St. Florian nach Eibiswald:

40. FISRSC Weltradsportwoche Deutschlandsberg - Straßenrennen: „Gianni Motta Giro“ (68 km max. 12 % Steigung)

Start: Hauptplatz Groß St. Florian - Ziel: Eibiswald

Begonnen hat es für mich eigentlich schon vor dem Start!!!

In ein Gespräch mit Barbara vertieft, hat der "liebe" Geri nicht gecheckt, das Hobby 1 u. 2 gemeinsam starten - na BRAVO!!! So musste ich erst von einem Verantwortlichen darauf aufmerksam gemacht werden, das meine Gruppe gleich abdüst!!!

Zwei Minuten später wurde bereits der geladene Revolver abgefeuert - START!!!

In meiner Gruppe (Hobby 2) sorgte ein gewisser nahezu "unbedeutender" Hr. Pitzl dafür, das sich mein Puls bereits nach 300m (leicht steigend), auf 180(!!!) befand! In den ersten 10km bis Bad Gams, wurde regelmäßig alle 1000m eine Attacke nach der anderen geritten - bis das 4 Mann-Spitzenfeld wieder gestellt wurde. Leider hat das schon so viel  Muckis gekostet, das ich bei der Steigung in Bad Gams dem Hauptfeld nur noch hinterher winken konnte.

Begleitend von einem Russen und einem Letten der H 2!

Da es einige Zeit gedauert hatte, bis der Lette verstand was es heißt zu "kreiseln", konnten wir zumindest vorerst gut Tempo machen. Dadurch konnten wir auf den einen oder anderen wieder aufschließen! In der ersten kleinen Steigung waren wir schließlich zu viert, wobei meine zwei direkten Mitstreiter aus der H 2 zurückfielen.

Schirnik Philipp (Hobby 1) vom WSA Greenteam RC Kaindorf und meine zwei kurzen Beinchen, konnten dann die Tempojagd auf einen vor uns gesichteten Biker aus den USA starten! Da sich dieser nicht gleich einholen lies und auch auf die Tube drückte, war dieses Vorhaben ziemlich Kraftaufreibend! Dank guter Zusammenarbeit gelang es dann aber schließlich. (Keuch!!!)

Der gute Kollege aus den Vereinigten Staaten hielt aber relativ NIX von Teamwork, und gab Krämpfe für sein "unsportliches" Fahrverhalten an!! Durch das dadurch verursachte "Bummeln", kamen dann auch meine direkten Mitstreiter wieder heran. Plötzlich schienen die Krämpfe des AMIS wie verblasen zu sein, und dieser startete einen Ausreißversuch. Dies konnte ich jedoch nicht gelten lassen, folgte und stellte den "unsportlichen" Ausreißer wieder! Und ein zweites mal - na ja, probier´n kann er´s ja - oba net mit mir!!!

Da dann Richtung Deutschlandsberg von der 5er-Gruppe scheinbar nur Schirnik & Dolezel die Tempoarbeit machen sollten, platzte dem "ehemaligen Wiener" dann mal kurz der Kragen. Der Lette, der AMI und der Russe haben zwar kein Wort von meinem kurzen aber lautstarken Auszucker verstanden, aber mit Sicherheit kapiert was gemeint war!!!

Bei der Steigung LKH-Deutschlandsberg stand wieder einmal die umsorgende und verlässliche Barbara mit einem Coke bereit, und sorgte damit für Zuckernachschub!!

Vielen lieben Dank dafür!!!

Richtung Eibiswald, noch vor der laaaangen Steigung, kam mir das Führungsduo der Hobby 3 gerade recht! Als erster meiner Gruppe hängte ich mich an deren Hinterrad, wo ich keine Führungsarbeit machen durfe! So konnte ich mein Tempo hoch halten, und trotzdem Kraft für den Anstieg sparen. Und ich sag´s euch - dieser Anstieg kam!!! Und er war "seltsamerweise" wie auch schon im Jahr zuvor gleich steil, gleich lang und gleich anstrengend!!!

Bekannt für meine unvergleichliche "Bergdynamik", konnte ich mich nur mit Hilfe des 28er-Mariahilfer-Ritzels Zentimeter für Zentimeter nach oben kurbeln!
Nachdem das letzte Mal ja auch schon wieder ein Jahr her war, hatte ich nach einer flacheren Rechtspassage den zweiten knackigen Schlussanstieg nicht mehr so ganz in meinem Hinterstübchen!

Aber auch der kam unweigerlich, und musste - wos soi ma moch´n - ebenso bezwungen werden!

Aber kein Nachteil ohne Vorteil - konnte ich mich in diesem Abschnitt von meiner Gruppe (bis auf den AMI) lösen und mich bergab Richtung Eibiswald einer H 3/4er Gruppe anschließen. Hier konnte ich den AMI aus der H 1 wieder in die Schranken weisen - I´ll be back - und ihn wortwörtlich stehen lassen!!! Für meine Gruppe war ich als H 2 - Fahrer kein Gegner, daher nutzte ich das entstandene Taktieren der H 3/4 kurz vor dem Zielanstieg, setzte mich ab und fuhr quasi solo ins Ziel.

FAZIT: Meine Zeit aus dem Vorjahr konnte ich mit 1:52:58 min. und einem Rückstand auf den Sieger PITZL mit 16:04 min., um etwa 2 Minuten verbessern! Es gab keinen Sturz, keinen Defekt, das Rennen konnte ich mit Platz 8 halbwegs zufrieden beenden, ich habe Urlaub und die Sonne schien!!!

Um es mit ALEX´s Worten zu sagen: "Das Leben ist schön"!!! Und einen "TOPF" gab´s obendrein bei der Siegerehrung noch dazu - DANKE!!!

Geri D.

Bernhard hat beim Zeitfahren den 11. Gesamtrang erreicht und in der Steirischen Landesmeisterschaft den 3. Rang belegt.


 Fotos sind in der Fotogalerie vorhanden