Teamspirit in Kaindorf
Zu unchristlicher Stunde machten wir uns auf den Weg nach Kaindorf bei Hartberg zum "Biken für den Klimaschutz". Otto, Georg, Robert und Philipp traten als 4er Team im Wettbewerb über 12 Stunden an. Es galt, auf einer 17,9km langen, leicht welligen Strecke mit nur zwei nennenswerten Stichen möglichst viele Runden zu absolvieren. Als wir um
4 Uhr morgens in Kaindorf ankamen, waren die Teilnehmer des 24 Stunden Wettbewerbs bereits 10 Stunden unterwegs. Vor Ort waren zuerst noch einige Unklarheiten zur Anmeldung zu klären, danach gab es eine obligatorische Fahrerbesprechung. Wir nutzten die Zeit bis zum Start um
6 Uhr, um den Start- und Zielbereich zu erkunden. Die aufgefahrenen technischen Mittel waren beeindruckend: Auf mehreren Monitoren wurden die aktuellen Stände in sämtlichen Kategorien angezeigt, dazu gab es ein Terminal, an dem man zu jedem Team Rundenstatistiken ansehen konnte. In der Wechselzone kündigten zwei weitere Monitore für die wartenden Fahrer an, welche Teilnehmer in Kürze einfahren werden. Auch die Teilnehmerverpflegung in einem Großzelt war erstklassig, wenn auch einige Speisen gegen Ende der Zeit knapp wurden.

Die Taktik war klar: Wir würden zunächst im Wechsel jeweils 2 Runden fahren und dabei das vorgelegte Tempo mit zu gehen versuchen. Philipp fuhr den Anfangspart, dann übernahm Georg und danach Otto. Robert war leider zunächst verhindert und konnte erst im Laufe der Vormittags dazu stoßen. Das Tempo der ersten Runde war mit 42,6 km/h geradezu mörderisch, danach beruhigte sich das Rennen zum Glück etwas und es folgten mal etwas langsamere, mal etwas schnellere Runden. Bald kristallisierte sich bei der 4er Teams eine fünfköpfige Spitzengruppe heraus, bis durch eine Tempoverschärfung am Ende von Runde 7 zwei Teams zurück fielen. Von diesem Zeitpunkt an befanden wir uns durchgehend auf einem der drei ersten Plätze, der Stockerlplatz geriet von da an auch durch einen verpassten Wechsel nach Runde 8 und einen Einbruch von Philipp in Runde 16 nie in Gefahr. Zwei Stunden vor Ende des Rennens zeichnete sich ab, dass es möglich sein könnte, noch vor Ablauf der Zeit
25 Runden zu vollenden, wodurch wir die folgende letzte Runde ohne Druck würden beenden dürfen. Tatsächlich schaffte es Georg, nur etwas über eine Minute vor 18 Uhr noch ein letztes Mal an Philipp zu übergeben. So erreichten wir in der Endabrechnung Rang 3 mit der gleichen Rundenzahl wie das siegreiche Team. Der lange Renntag endete mit einer ausgedehnten Siegerehrung (immerhin mussten die Sieger aus 18 verschiedenen Kategorien ausgezeichnet werden) und der Medaillenvergabe durch RAAM-Sieger Christoph Strasser.

Grüße
Philipp

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